Rheinbad-Randale: Oberbürgermeister Geisel hilflos und überfordert

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Rheinbad-Randale: Oberbürgermeister Geisel hilflos und überfordert

30.07.2019 | Andreas Hartnigk

Die CDU-Ratsfraktion fordert mehr Sicherheit für Düsseldorfer Bäder nach den Vorfällen im Düsseldorfer Rheinbad. Das Freibad musste in den letzten Wochen drei Mal wegen randalierender Personen, die sowohl Badegäste als auch das Schwimmbadpersonal bedroht haben, durch die Polizei geräumt werden. Das hilflose Krisenmanagement der Stadt unter Leitung von Oberbürgermeister Geisel hat zu noch mehr Unsicherheit und Verwirrung geführt. Dieses hilflose Agieren des Oberbürgermeisters hat dem Ruf und dem Ansehen der Landeshauptstadt sehr geschadet.

Die CDU fordert, dass mehr für die Sicherheit der Badegäste und des Personals getan wird. Rüdiger Gutt, Fraktionsvorsitzender der CDU-Ratsfraktion, kritisiert die widersprüchlichen Aussagen und Kommentierungen von Oberbürgermeister Geisel zu den Vorgängen im Rheinbad. Sie hinterlassen bundesweit in den Medien den fatalen Eindruck, dass Düsseldorfs Stadtspitze die Situation im Rheinbad nicht in den Griff bekommt.

Gutt dazu: „Es ist für die CDU-Ratsfraktion nicht hinnehmbar, wenn in einem Düsseldorfer Schwimmbad das Badpersonal sowie private Sicherheitsbedienstete sich so bedroht fühlen, dass sie sich vor Randalierern zurückziehen müssen. Es darf in unseren öffentlichen Schwimmbädern keine rechtsfreien Räume geben. Personal, Ordnungsbehörde und Polizei sind gefordert, die Sicherheit unserer Badegäste zu gewährleisten."

Die jetzt von Bäderchef Kettler angekündigten Ausweiskontrollen an der Kasse des Rheinbades und eine Videoüberwachung können dabei nur ein erster Schritt sein. „Die CDU-Ratsfraktion erwartet, dass zukünftig die Zusammenarbeit von Polizei und städtischer Ordnungsbehörde verbessert und dabei auch konsequent gegen die Störer vorgegangen wird – und zwar unabhängig davon, welche Nationalität sie haben. Dazu gehört auch, dass von allen Störern und mutmaßlichen Straftätern die Personalien aufgenommen werden. Dann können umfassende Hausverbote gegen Randalierer ausgesprochen sowie Strafverfolgungsmaßnahmen gegen Verdächtigte eingeleitet werden. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass die Rechtsbrüche folgenlos bleiben.“

Der stellvertretende Vorsitzende des Ordnungsausschusses, Ratsherr Andreas Hartnigk, ergänzt: „Um die Randalierer identifizieren zu können, muss die Videoüberwachung professionalisiert werden. Dabei sollte auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Videosicherheitstechnik geprüft werden. Schon heute gibt es Software, die auffällige Verhaltensweisen wie etwa Angriffe auf Personen oder das Erkennen einzelner Gesichter in Menschenmassen analysieren und Einsatzkräfte frühzeitig alarmieren. Die Badbesucher, die einen ruhigen Tag im Freibad verbringen möchten, müssen geschützt werden. Die CDU-Ratsfraktion wird dazu in der nächsten Sitzung des Ordnungsausschusses einen Antrag stellen.“